
Gesangsschüler
Gute Gründe zu singen, derer gibt es viele. Es hebt die Stimmung (öh, nicht nur durch die Kopfstimme), fördert die Gesundheit durch Stärkung des Immunsystems, schafft gemeinschaftliche Erlebnisse usw. Weniges hab ich bisher gehört, was gegen das Singen spricht. Daher soll hier mal auf die begleitenden Gefahren einer Gesangsausbildung hingewiesen werden
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“Am unteren Rücken etwas pressen, als ob Sie Ihr grosses Geschäft auf der Toilette erledigen wollen, so bleibt Ihr Atem ruhig!“
Tamara Novichenko (Professorin für Gesang am Konservatorium St. Petersburg)
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Ja, ja, als Gesangsschüler, da macht man so einiges durch.
“Ohne Atemkontrolle gibt es keine schönen Seifenblasen, sie zerplatzen dann wie die Träume von der Gesangskarriere.”
Lange her, aber Hanns Eisler (genau der) sagte mal:
“Wer nur etwas von Musik versteht, versteht auch davon nichts.”
Da kenne ich eine durchaus bekannte Sopranistin, die sagte zu ihrem
Lehrer “I´m singing trough my tits!”
Ich weiß nicht mehr, was der Lehrer sagte, aber was mache ich da als Bariton und somit ohne vergleichbare körperliche Voraussetzungen? Gar aufhören mit dem Singen?!
@ Jo: Da hilft wohl nur eine tiefgreifende Operation
.
Im Ernst: Nö, nicht aufhören, eher aufhorchen, wie Profis singen. Als unprofessionelles Beispiel nehme ich mal Marilyn Monroe. Die hat bei ihrem berühmten “Happy Birthday …” weder die Stimmbänder richtig geschlossen, noch hat sie die Brust-Resonanz benutzt. Ein erster Schritt wäre es, den Brustraum leicht aufzuspannen (“Brust raus”; Bauch rein nur durch den natürlichen Atemverbrauch – den aber ggf. (Forte) intensiv!). Auch: In der Vorstellung* kann man nicht nur in Richtung Schädel(-resonanz) singen, sondern auch in Richtung Füße, also nach unten. Ferner: Den Halsbereich kann man sich vorstellen, wie einen dicken Schornstein der Titanic, vorstellen, dass er sich weitet. (Die Karriere wird nicht untergehen). Eine verstopfe Orgelpfeife klingt nicht. Ein offener, weiter Hals integriert die beiden Resonanzräume. Keine Kraft!
* Das mit der Vorstellung ist kein Quatsch. Aus der Sportpsychologie weiß man, dass durch pure Imagination kleinste Muskelbewegungen initiiert werden. Mehr ist hier auch nicht erwünscht. Spitzensportler üben so auch außerhalb des Trainingsplatzes. Singen kann man also immer üben, wenn sich die Gelegenheit zur Imagination ergibt (also auch auf dem Klo [das hat mir in der Tat mal ein Gesangslehrer empfohlen], womit sich der Kreis zur Post oben fast schließt).
Bin mir nicht sicher, ob ich jenes jemals singen würde:
“See you later, alligator – After ‘while, crocodile – Bye-bye, butterfly -
Give a hug, ladybug – Toodle-ee-oo, kangaroo – See you soon, raccoon -
Time to go, buffalo – Can’t stay, blue jay – Mañana, iguana – The end, my friend!”
Entweder brauche ich vorher bewusstseinserweiternde Erfahrungen oder der Lied-Text selbst besorgt eine?!
Welche Drogen hat der denn genommen?