Die Frage, ob Jugendgewalt und Computerspiele in einem Zusammenhang stehen, wird von verschiedenen Seiten unterschiedlich beantwortet.
- Die wissenschaftliche Psychologie ist sich bis heute nicht ganz einig darüber, welche Folgen vom exzessivem Computerspielen, inbesondere mit sog. Killerspielen bzw. Ego-Shootern, ausgehen.
- Politiker wie Edmund Stoiber haben da ihre ganz eigenen Auffassungen: Der CSU-Chef: “Nach dem verheerenden Amoklauf von Emsdetten darf es keine Ausreden und Ausflüchte mehr geben. Killerspiele gehören in Deutschland verboten. Sie animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten.” Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) behauptet: “Killerspiele [...] fördern aggressives Verhalten.”
- Was die da behaupten, sei schlicht und falsch, so sagen andere. Es gäbe keinen einzigen stichhaltigen Beleg dafür, dass gewaltverherrlichende Computer- und Videospiele gewalttätiges Verhalten fördern, oder gar Jugendliche zu Mördern machen würden .
Dabei ist die Sache doch ganz einfach:

Phantasien
Meine ich ähnlich. Wobei ein Risiko nicht vom Durchschnittsuser ausgehen dürfte, aber m.E. suchen sich potentielle Gewalttäter PC-Spiele nicht unbedingt bewusst, aber vorbewusst absichtlich, d.h. geleitet von und passend zu ihren Fantasien und inneren Erlebniswelten diese aus. Eine Gefahr, besteht nun darin, dass auf neuronaler Ebene genau diese Fantasien(“daten”) durch Wiederholung immer nachhaltiger auf die “innere Festplatte” gebrannt werden (Stichwort neuronale Performanz), so dass mit der Zeit die Wahrscheinlichkeit, eine prädispositionale oder erworbene Handlungstendenz tatsächlich auszuführen, ansteigt.